Geträumte Wirklichkeiten

Sachliche, expressive, poetische und politische Blicke auf den Alltag der Jahre 1920 - 1940 aus den Sammlungen des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und dem Kunstmuseum Lände

28.06. – 23.08.2026

Sepp Mahler, Friedrich Alexander, Walter Ballhause, Tina Bauer-Pezellen, Paul Fuhrmann, Hans Grundig, Lea Grundig, Ernst Hassebrauk, Gussy Hippold-Ahnert, Marta Hoepffner, Werner Hofmann, Wilhelm Kohlhoff, Paula Lauenstein, Alexander Rodtschenko, Fritz Tröger, Günther Wendt, Willy Wolff u.a.

Die Ausstellung, die sich aus den Sammlungsbeständen des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) und des Kunstmuseum Lände speist, widmet sich der Wirklichkeitsreflexion künstlerischer Blicke und Bildsprachen der Zwischenkriegszeit. In verschiedene Kapitel gegliedert fokussiert die Präsentation auf die Poesie der Abstraktion als experimenteller Bildsprache zwischen Malerei, Fotografie und Grafik (Kapitel A) ebenso wie auf den expressiven Gestus, der zwischen wirklichkeitsnaher Naturschilderung einerseits und bizarrer Phantastik (Kapitel B) oszilliert. Jedoch auch die sachlichen Blicke auf gesellschaftliche Realitäten zwischen Arbeit und bürgerlichem Repräsentationswillen zeichnen ein geradezu panoramisches Bild des sozialen Alltags, aber auch der Kritik an jenen Bedingungen sowie den Gegenentwürfen (Kapitel C).

Durch unterschiedliche Werkkomplexe des aus Bad Wurzach stammenden Sepp Mahler, einer zentralen Künstlerpersönlichkeit der Sammlung des Kunstmuseum Lände, werden die Übergänge und Schnittstellen zwischen den Kapiteln akzentuiert. Das Mahlersche Oeuvre und sein spezifisches Bildpersonal durchzieht somit die Ausstellung als eine Art mäandernder roter Faden oder wie Wanderer zwischen (Bild)Welten.